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1900

Die Nacht

Gustav Sack

Des Mondes silberweiße Serpentine sticht wie ein Riesenspeer weit in den See hinaus, um den mit finsterer Heroenmiene

der Berge weißköpfiges Heer sich aufgetürmt – das ist ihr Haus, in dem sie immer wieder Ruhe hält, wenn flüchtig sie durch alle Welt

Wohn und Schlummer streute; nun ruht sie zwischen den Bergen und über dem See, bis über der Gipfel vereiste Höh des Morgens bellende Strahlenmeute

wie eine feurige Kugel Gold klingend in die Täler rollt und die Verschlafene wolkig zerfetzt tief in die Berge und Klüfte hetzt.

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Die Nacht · Gustav Sack · Poetry Cove