Skip to content
1900

Der Traum

Gustav Sack

Er kam von Nirgendwo, er nahm mir leise der Dinge Metermaß und Stundenglas und gab mir, was ich lange schon vergaß, zurück in wundersam verzerrter Weise:

Was einst ich stammelnd schrieb zu deinem Preise, wird nun ein Jauchzen ohne Ziel und Maß – oh deine Nacktheit, die ich nie besaß, tanzt um mich weiße fieberwilde Kreise!

Sie tanzt –! du rast, du bist ganz tolle Glut, umwogt von deines Haars wildgoldnen Strähnen umkreist mich deine liebesgierige Wut gleich einem Roß mit sturmzerzausten Mähnen – –

oh schönen Traumes heiße Bilderflut, aus der ich aufwach unter bitteren Tränen!

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Der Traum · Gustav Sack · Poetry Cove