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Die beurin mit dem eirimschmalz

Hans Sachs

Ein beurin klug ir alweg schlug ein in ein schmalz acht eier, Ueber die saß,

heimlich die fraß; als das erfur der meier, Das sie solichs trieb alle tag, da macht er ir zu einer plag

einen anschlag; er war ein grober Beier. Als sie einmal auch ir anzal

eier int pfannen schluge, Schlich er hinein, schlug ir darein noch acht eier mit fuge,

Sie wests nicht und darüber saß, auch zwelf eier herauser fraß, darvon sie was vol und het ir genuge.

Sie erschrak, das noch über was und forcht sich vor geferden; Sprach mit gedank:

„o, ich bin krank oder ich wil krank werden, das ich mein teglich eirimschmalz nicht mag aufeßen! glück der walts!“

darvon ein alts sprichwort noch bleibt auf erden.

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