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Der schlangen streit

Hans Sachs

Schiltberger klar schreibt ein groß wunder; das vor Samsan in der Türkei,

der haubtstat alt, gschach seiner zeit: Ein große schar schlangen besunder

auf einen plan nahent darbei aus einem walt kamen zum streit;

Vil schlangen kamen auch gangen her aus dem mer an einen rangen

und auch ein her samleten groß; aus forcht man ser die stat beschloß

Doch teten sie niemant kein leide, zu felt mit nam die versamlung

der schlangenmacht weret neun tag, Und nachdem die her all beide

zugen zusam, alt unde jung, teten ein schlacht zu felt, ich sag,

Ein reißen und schlangenpfeißen war im anfang, ein grimig beißen

und wert, so lang schien die hell sun, doch die holzschlang den sieg gewun.

Als die flucht gar die waßerschlangen gaben zum mer, zugen auch ab

hinein den walt die ander part. Achttausent war mit tot vergangen

aus beidem her, man macht ein grab, sie darein balt mit ert verschart.

Das wunder bedeut besunder, das Wayasit solt drücken under

das volk, bestrit zu waßer lant, überwant mit sieghafter hant.

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