Skip to content
1563

[Als herzog Fridrich zu Sachsn lag,]

Hans Sachs

Als herzog Fridrich zu Sachsn lag, der löblich fürst, auf eim lanttag einsmals zu Leipzig in der stat, da sich eins tags begeben hat,

das er anrichtet ein banket, auf ein abent zu gaste het die andren fürsten all zu mal, und all sie aßen auf dem sal

und lebten da frölich und frisch. als man aber aufhub die tisch, da wart ein confect aufgesezt zu einem schlaftrunk, da zulezt

die fürsten an zu reden fingen von selzam wunderlichen dingen hin und herwider in den landen, was wunders eim wer zugestanden

bißher in seinem ganzen leben, und was selzams sich het begeben, und brachten vil sach auf die ban. zuletzt da fieng Claus narr auch an,

den herzog Fridrich gar lieb het, und ernstlich zu den fürsten ret: ir herrn, vil dings wundert euch ser, doch wundern mich drei ding vil mer,

die hie zu Leipzg sint in der stat, die euer keinr gemeldet hat. herzog Fridrich der sprach: mein Clas, so fach an, laß uns hören das,

was dich so großes wunder hat allhie zu Leipzig in der stat.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
[Als herzog Fridrich zu Sachsn lag,] · Hans Sachs · Poetry Cove