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1860

Unmuth

Ferdinand von Saar

Freilich, freilich, Alles eitel, Alles Trug und Schein – Ach, wie bald ergraut der Scheitel, Und du stehst allein!

Deine Hoffnungen und Thaten Hat die Zeit gefällt, Und du siehest neue Saaten Ohne dich bestellt.

Und du fragst zuletzt mit Grollen: Hab' ich nur gelebt, Um der rauhen Hand zu zollen, Die die Gräber gräbt?

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