Skip to content
1860

Der Schäfer

Ferdinand von Saar

Wie auch der Tag sich dehne, Auf öder Hügellehne Steht er und blickt in's Land; Er sieht die Sonne steigen

Und still sich wieder neigen Bis zu des Himmels Rand. Er sieht den Lenz auf Erden, Er sieht es Sommer werden

Und Herbst und Winter auch; Nicht Mittagsgluth, nicht Regen, Nicht Schnee kann ihn bewegen, Noch eis'ger Sturmeshauch.

Der Hund an seiner Seite, Daß er die Schafe leite, Kennt seines Rufes Ton; Sonst will kein Wort verlieren,

Allein mit seinen Thieren, Der dumpfe Menschensohn.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Der Schäfer · Ferdinand von Saar · Poetry Cove