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Das XI. capitel.

Georg Rollenhagen

Bausback sagt: "Ich hab deine wort Mit bsondern wollust anghort, Und sol euch meusen nicht gerauen, Das ihr wolt still sein und got trauen;

Denn die feind al, da du von sagst, Ueber falk, katz und den wiesel klagst, Sein unser feind beid in gemein, Verschonen unser durchaus kein.

Denn Murners bruder, Heinz der kater, Reinkfuchs, Reinhards vatr und großvater, Braunrock der wiesel, falk und mart, Alles was ist derselben art,

Fressen uns frösch in hungers not, Haben ihr vil gebissen todt. Greifzu der weihe holt uns oft Vom ufer weg gar ungehoft;

Man sagt auch viel von der nachteulen, Nichts guts bedeut ihr schrecklich heulen, Das wir im werk erfaren haben, Viel sind mit dem traurlied begraben;

Sonderlich fürt der groß uhu Uns heufig seinen kindern zu. Daneben sind im wasser mer, Die uns fröschen zusetzen ser:

Schnabber der hecht, Krümling die schlang, Enten, schwanen, der netzefang. Unter allen aber geht weit voran Barthold Leisentrit der tyran,

Den hat uns got gesetzt zur plag, Das bringet uns groß leid und klag. Und zwar wir habens wol verschuldt, Müssn mit schaden haben geduld;

Dieweil ich aber disen tag Keine reichssachen hören mag, Sondern die stunden, so übrig sind, Ehe des tages licht gar verschwind

Und sich die sonn hinter dem wald Verkreucht und die nacht herein falt, Mit freund gespräch, mit fremden dingen Gern alhie wolt ruhig zubringen,

So gescheh mir ein besonder lust, Wenn du, wie dir denn wol bewust, Auch von deinen feinden wolst sagen, Und wie sich euer krieg zutragen.

Das wil ich dir hinwider tun Und denn mit dir als meinen son Heimziehen in mein schloß und fest, Dir erzeigen das liebst und best,

Auf den abscheid also beschenken, Dein leblang solt du mein gedenken."

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