"Zuletzt abr, wenn ich recht betracht Unser selbst eigne große macht, Und wie der gringsten aus dem haufen Ein elephant pflegt zu entlaufen,
Halt ich fremde hülfe für unnot; Habn wir mantier gebissen tot, Ihrer ganze land voll verjagt, Und wollen jetzt sein so verzagt? –
Da die Philister gottes laden Den Juden namen zu ihrem schaden, Hielt nicht got ein die starke hand Und schickt nur uns in ihre land,
Das wir den acker und die scheur Plündern musten zur abenteur? Als wir noch tun, wenn fremde gest Machen werden ein ledig nest,
Das vieh wegtreibn, die baurn erschlagn, Die junkhern in die stete jagen: So komt der hamster, ratz, feldmaus Zu den bauren in scheun und haus,
Steigt hohe treppn und bodem an, Des sich verwundert jederman, Warum sie den zug vorgenommen, Aus dem feld in die dörfer kommen. –
Da der engel auch Sennaherib Zurück in Assyrien trieb, Schlug durch gottes almechtig hand Wen er im gzelt und felde fand,
Hundert fünf und achtzigtausend man, Das kaum ein bote widerkam: Habn wir nicht ihr bogen und schild Zubissen und zurissen wild,
Das, wenn sie gleich auch solten leben, Nicht kön dem landvolk widerstreben? Drum ihrs königs bild mit der hand Ein maus helt in Egyptenland
Mit der griechischen überschrift, Die unser aller lob betrift: Wer mich anschaut, der lern dabei, Das er für got nicht trotzig sei! –
Die insel Gyar, stat Orbitell Haben wir auch gewonnen schnell, Und Cypern darzu eingenommen; Teucern ists auch nicht wol bekommen,
Das er uns wolt von Troja weisen. Gold, eisn und erz können wir beißen. – Sind nicht die frösch werlose gecken, Die raupn, mucken und heuschrecken?
Noch haben sie Pharao geplagt Und beinah aus dem land verjagt. Wie sind die bienlein nur so klein, Aber weil sie so einig sein,
Können sie ihre feind vertreiben, Vertedigen ihr honigscheiben. Wer helt die kleinen emsen wert, Die so elend kriechen auf erd?
Noch jagt uns all ihr einigkeit, Wir lassn ihn ihrn stand one streit. Was sind die leus verachte tier, Mit einem schnall schlegt man ihr vier:
Noch war so erschrecklich ihr heer, Das der Egypter zauberer Dem könig frei haben bekant, Das durch sie streitet gottes hand.
Sie haben auch mit ihren mannen Erwürget grausame tyrannen, Die keinen leuen fürchten solten Und got im himmel pochen wolten:
Als Herodem von Ascalon Und Antipas, sein gleichen son, Die vor gottes son und die seinen Aus der welt zu vertilgen meinen;
Antiochn, der die Jüden plagt; Honreichn der prediger verjagt, Als er der Wenden könig war; Kaisr Arnolf stand dieselb gefar,
Als er der kirch ihr güter nam; Der Römer Sulla so umkam, Viel tyrannen mit ihrn gesellen, Die zu lang wer hie zu erzelen. –
Ein enzel flieg den babst umbracht, Der sich zu gottes vormund macht. Kein volk ist so schlecht in der welt, Wenn sichs sein an einander helt
In brüderlicher einigkeit, Hat wol in acht die glegenheit, Weislich krieg fürt und eilt geschwind, Das seinen feind nicht überwind;
Es wolt denn got das glück nicht geben, Denn wider got ist nicht zu streben."
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