"Bis Elbmarxn, eim mechtigen frosch, Der frevel gar zu ser verdroß, Das man ihm absagt ewigs leben, Wo er nicht geld könt darum geben;
Geb er aber nur wenig geld, So wer das urteil schon gefellt: Das nicht allein er on beschweren, Sondern die in der hellen weren
Aus seiner freundschaft, allesamt Zu des fegfeurs flammen verdamt, Solten ehe denn ein aug aufblickt Gegn himmel werden aufgerückt;
Wie der Beißkopf an gottes stat Den engeln gab dazu mandat. Das kont der Marx gar nicht vertragen, Er solt und must die warheit sagen,
Und sucht herfür aus Habakuchs (So heist der nam eins alten buchs): Der grecht wird seines glaubens leben, Man dürfe got kein geld darum geben. –
Der Beißkopf von zorn rief gar ser: Das buch wer alt und gült nicht mer; Wolt den armen frosch haben tot. Der Elbmarx klaget seine not
Allen, die waren in dem land; Da erhub sich aufrur zuhand. Man sagt Beißkopf, er hett gesehen, Wie der esel wer blieben stehen,
Da man dem bild vererung tate, Das er im sattel stehen hatte; Vermeint, er wer derselbig man, Den anbeten must jederman.
Aber der treiber wolt ihn leren, Es gescheh nicht ihm, sondern got zu eren, Schlug drauf und sagt: Horch, mein gesel, Du bist nicht got, sondern esel!
Nun wolt er wegen der religion Nicht allein brauchen schwert und kron Und sich als got lassen anbeten, Sondern uns gar mit füßen treten,
Da er doch war ein wassertier, Irdisch, sterblich, eben wie wir. Und da er gar nicht leiden wolt, Das man ihm davon sagen solt,
Er wolt bannen und das schwert zücken: Da wolt sich niemand lassen drücken, Niemand wolt dem pfaffen das schwert Zum königreich lassen auf erd;
Er solt mit heiligr zung regieren, Mit gottes wort sein amt ausfüren; Was were wider gottes wort, Was zum priesteramt nicht gehort,
Das solt er lassen stehn und liegen, Niemand mit falscher ler betriegen. Ihren weltlichen oberherren Wolten sie aber samtlich eren,
Wie sichs gebüret aller maßen, Ihr gut, leib und blut bei ihm lassen."
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