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Das I. capitel.

Georg Rollenhagen

Das hofhalten, die feind und macht, Das blutbad und erschrecklich schlacht Der manhaften frösch und meushelden Wil ich in disem buch vermelden.

Got verleih dazu rat und gnad, Das es zur ler und lust gerat. Ihr freien schulkünst algemein, So der poeten musae sein,

Tret auch herzu und steht mir bei, Das ich, was nütz und lieblich sei, Weislich bedenk, künstlich aufzeich, Das euch zu eren auch gereich.

Denn weil ihr seid jungfreulein zart, So bleibt ihr stets frölicher art, Seht nicht ernstlich saur alle stund, Sagt oft war mit lachendem mund.

Damit im scherz die gute ler Bei der jugend schaff desto mer, Lasset die auch etwas weisheit Allhie lesen in frölichkeit,

Und an fröschen und meusen sehen, Wie es pflegt in der welt zu gehen, Wie kans besser sein, denn das Musen Einmal reden von frosch und meusen?

Und ihr junge lustige knaben, Die lust zu erbar kurzweil haben Und suchet gern bei allen sachen, Das ihr in freuden habt zu lachen,

Wollet den reimen on beschweren Mit gutem nachdenken zuhören, Sol euch on zweifel mer nutz schaffen Denn alles narrenspil der affen,

Der(en) man auch zu lachen pflegt, Obs gleich nicht vil in beutel tregt. Die alten aber, die ihr ler Mit ernstem pochen machen schwer

Und keine scherz mer leiden wollen, Dismal ihr urlaub haben sollen, Ein wenig treten überseit, Wollen sie hören ander zeit,

Wenn uns die nasn auch werden blaue Und har und bart geferbet graue, Odr noch wol eh, zu guter stund. Wermut ist nicht immer gesund,

Man trinkt auch wol ein neuen wein Und leckt ein frischen honigseim, Damit sich die natur verneue. Was teglich ist, bringet abscheue,

Wie auch der alten meister trutz. Der wechsel ist vol lust und nutz Und macht zur arbeit munter herzen: Dazu dienet dis unser scherzen,

Das wir in gottes namn anfangen. Also ist der handel angangen.

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