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1637

An einem schönen Frühlingstage

Johann Rist

Nun sich Himmel und Erd' erfreut In der lieblichen Frühlingszeit, Nun die Vögelein stimmen an Das die Menschen ergetzen kan;

Nun die Flüsse so sanft und fein Wiedrum schleichen ins Meer hinein, Nun der Winter sich gibt zur Ruh' Und die Wärme nimmt täglich zu;

Nun die Bäume gleich schwanger stehn, Und die Blumen sich lassen sehn, Nun die flüchtigen Thier im Wald Artig springen und tanzen bald;

Ist der Mangel an denen doch, Die nur lieben des Krieges Joch Und nicht suchen des Friedens Ziel; Menschen halten das Widerspiel.

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An einem schönen Frühlingstage · Johann Rist · Poetry Cove