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1908

Asta Nielsen weiht einen Pokal

Joachim Ringelnatz

Du irrst, Asta, wenn Du denkst: Dieser Pokal sollte Dein sein. Du sollst ihn nur einweihn, Daß Du ihn mir schenkst.

Der ich gestern wieder einmal Vor Deiner Kunst glühte, Trinke nun künftig aus diesem Pokal Deinen Kuß und Deine Güte.

Denn das Herz ist durstiger als Kehle. Glas zerbricht einmal. Menschenfleisch stirbt. Deine große Barfußmädchenseele, Asta, ewig lebt sie, webt und wirbt.

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