Skip to content
1900

Die Brandstätte

Rainer Maria Rilke

Gemieden von dem Frühherbstmorgen, der mißtrauisch war, lag hinter den versengten Hauslinden, die das Heidehaus beengten, ein Neues, Leeres. Eine Stelle mehr,

auf welcher Kinder, von Gott weiß woher, einander zuschrien und nach Fetzen haschten. Doch alle wurden stille, sooft er, der Sohn von hier, aus heißen, halbveraschten

Gebälken Kessel und verbogne Tröge an einem langen Gabelaste zog, – um dann mit einem Blick als ob er löge die andern anzusehn, die er bewog

zu glauben, was an dieser Stelle stand. Denn seit es nicht mehr war, schien es ihm so seltsam: phantastischer als Pharao. Und er war anders. Wie aus fernem Land.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Die Brandstätte · Rainer Maria Rilke · Poetry Cove