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1900

Der Berg

Rainer Maria Rilke

Sechsunddreißig Mal und hundert Mal hat der Maler jenen Berg geschrieben, weggerissen, wieder hingetrieben (sechsunddreißig Mal und hundert Mal)

zu dem unbegreiflichen Vulkane, selig, voll Versuchung, ohne Rat, – während der mit Umriß Angetane seiner Herrlichkeit nicht Einhalt tat:

tausendmal aus allen Tagen tauchend, Nächte ohne gleichen von sich ab fallen lassend, alle wie zu knapp; jedes Bild im Augenblick verbrauchend,

von Gestalt gesteigert zu Gestalt, teilnahmslos und weit und ohne Meinung –, um auf einmal wissend, wie Erscheinung, sich zu heben hinter jedem Spalt.

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Der Berg · Rainer Maria Rilke · Poetry Cove