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1900

6.

Rainer Maria Rilke

Fühlst du, wie keiner von allen Wegen steht und stockt; von gelassenen Treppen fallen, durch ein Nichts von Neigung

leise weitergelockt, über alle Terrassen die Wege, zwischen den Massen verlangsamt und gelenkt,

bis zu den weiten Teichen, wo sie (wie einem Gleichen) der reiche Park verschenkt an den reichen Raum: den Einen,

der mit Scheinen und Widerscheinen seinen Besitz durchdringt, aus dem er von allen Seiten Weiten mit sich bringt,

wenn er aus schließenden Weihern zu wolkigen Abendfeiern sich in die Himmel schwingt.

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