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1900

3.

Rainer Maria Rilke

Den Teichen und den eingerahmten Weihern verheimlicht man noch immer das Verhör der Könige. Sie warten unter Schleiern, und jeden Augenblick kann Monseigneur

vorüberkommen; und dann wollen sie des Königs Laune oder Trauer mildern und von den Marmorrändern wieder die Teppiche mit alten Spiegelbildern

hinunterhängen, wie um einen Platz: auf grünem Grund, mit Silber, Rosa, Grau, gewährtem Weiß und leicht gerührtem Blau und einem Könige und einer Frau

und Blumen in dem wellenden Besatz.

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