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1827

[Wo die Blumen so still leben]

Friedrich Rückert

Wo die Blumen so still leben, Leb' ich eben so still, eben So zufrieden wie sie. Stör' in unserem Stilleben

Spur von Menschen uns nie! Wie sie blühenden Schein bilden Um mich, kann ich mir einbilden, Daß nichts sei als ein Schein,

Dränge zwischen den Scheinbilden Sich nichts Wirkliches ein! Wo die Ranken so dicht schatten, Kommen zu mir die Lichtschatten

Meiner Todten geschwebt; Sie sind lebend, sind nicht Schatten, Wo nichts anderes lebt.

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