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1827

[Wenn der Tag sich neiget]

Friedrich Rückert

Wenn der Tag sich neiget, Das Getöse schweiget, Das er mitgebracht; Wie der Mond dann steiget

Lieblich aus der Nacht; So in lauten Stunden Wenn dem Geist entschwunden Seiner Sehnsucht Bild;

Hat sich's eingefunden, Traum in Träumen mild. Aber wie entfalten Wechselnde Gestalten

Muß das nächt'ge Licht; Gleichen Schimmer halten Kann dein Bild auch nicht. Wie der Vollmond schwindet

Mehr und mehr erblindet Also mir dein Glanz; Bald, und wieder findet Er sich voll und ganz.

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