Skip to content
1827

[Warum tobst du, Sturm]

Friedrich Rückert

Warum tobst du, Sturm, Daß der alte Thurm Zitternd wankt und kracht, In der Schreckensnacht!

In der Schreckensnacht, Wo die Mutter wacht Und verzweifelnd sieht, Daß ihr Kind entflieht.

Doch kein starker Aar Ist's, der ohne Fahr Mit dem Flügelschlag Sturman kämpfen mag.

Ach, mit zarter Schwing' Ist's ein Schmetterling, Der die Pupp' abstreift, Höherm Lenz gereift.

O so tragen auch Sollte Frühlingshauch, Und nicht solch ein Wind Himmelan mein Kind.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
[Warum tobst du, Sturm] · Friedrich Rückert · Poetry Cove