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1827

[Großvater ist gegangen]

Friedrich Rückert

Großvater ist gegangen, Eh' er dich konnt' umfangen. Ihr waret, um zu wandern Das eine hier zum andern,

Zu jung, zu alt von Jahren. Da ist er hingefahren, Wo Näh und Ferne schwindet, Und sich Getrenntes findet;

Da seid ihr zwei vereinigt, Von Erdenweh gereinigt. Von ihm hier abgefodert, Bist du emporgelodert;

Konnt' ich dich vorenthalten Den Fordrungen des Alten? Du magst an ihn dich schmiegen, Ihm auf dem Kniee dich wiegen,

Und von dem Sohn ihn grüßen, Der hier hat missen müssen Die Tochter auf der Erde, Daß jenem droben werde

Die Enkelin, die Krone Von seinem ältsten Sohne. Mag er mit dir sich kränzen, Und seine Augen glänzen

Vor Lust, dich zu erkennen; Du brauchst dich nicht zu nennen, Er sieht in dir das treue Abbild, das jugendneue

Von der, die, ihm erkoren Zur Braut einst', mich geboren; Der Gattin Jugendglieder Bringt ihm die Enklin wieder.

So sei mir aufbehalten, Mein Jüngstes bei dem Alten! Und ordnet vor die Kreise, Bis wir familienweise

Uns finden all zusammen Dorthin, woher wir stammen, Gereint von allen Makeln, In sel'gen Tabernakeln.

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