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1827

Dieses Kleidchen lilienweiß

Friedrich Rückert

Dieses Kleidchen lilienweiß Stand der Ros' am schönsten an; Schmückte sie sich selbst mit Fleiß, Hatt' ich meine Freude dran.

In den Sommertagen heiß War das leichte wohlgethan; In des kalten Winters Eis Wollt' ich ihr's nicht legen an.

Ich vertröstet' ihr Geheiß: Sommers wird dir's angethan! Und nun, ohne daß sie's weiß, Zieh' ich's ihr im Winter an

Meine Rose lilienweiß Hüpft nicht mehr auf grünem Plan; Dem bethränten Lilienreiß Sei der Himmel aufgethan!

Wenn er wahr ist, der Verheiß: Saat in Thränen eingethan Erntet Lust einst; nun ich weiß, Daß ich Lust einst ernten kann.

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