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1827

[Das Haus ist leer]

Friedrich Rückert

Das Haus ist leer, Die Luft ist schwer In Todten-Kranken-Zimmern. Wer ist ein unglücksel'ger Mann?

Ein Vater, der nicht helfen kann, Wenn seine Kinder wimmern. Hinaus, hinaus Aus diesem Graus,

Hinaus wo's stürmt und schneiet! Und zeigt die ewige Natur Mir auch ein herbes Antlitz nur, Doch fühl' ich mich befreiet.

Ist das ein Trost, Daß West und Ost Entwurzeln Eich' und Fichten? Hält die Vernichtung äußerlich

Für die im Innern schadlos Dich? Mit nichten, o mit nichten! Doch wie es tobt, Gott sei gelobt,

Der Frühling kommt mit Schauern. Wie er dem Winter hinterdrein, Folgt unserm Leid auch Sonnenschein, Wenn wir es überdauern.

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