Nichts sagen kann ein Mund, worin nicht Wahrheit wäre,
Ob wissentlich das Herz auch Lüge nur gebäre.
Denn was er spricht, ist doch ein Bild des was er denkt,
Wie er willkürlich auch die Züge dran verrenkt;
Und was er denkt, ist doch die Wahrheit die er sieht,
Wie er in sich ihr Bild zum Zerrbild auch verzieht.
So, was er erst gedacht, und dann was er gesprochen,
Ist nur der Wahrheit Stral, der zwiefach ist gebrochen.
Und hättest du in dir den Stral, der rückwerts bricht
Die Doppelbrechungen, du stelltest her das Licht.
Nur Gott hat diesen Stral in seiner vollen Klarheit;
Er sieht, du aber ahnst durch ihn, im Lug die Wahrheit.