Schwer ist im Wechselnden zu sehn ein Bleibendes,
Im Umgetriebenen ein ruhig Treibendes.
Von außen ist es schwer, und schwerer noch von innen,
Wo Bild in Bild wie Wog' in Woge scheint zu rinnen.
Liegts an den Dingen, liegt an dir nur das Gebrechen,
Daß immer anders dich die äußern Ding' ansprechen?
Sie geben Antwort, wie du fragst, und anders nicht;
Drum liegt es wol am Geist, wie er die Ding' anspricht.
Darum ists Noth, in dir dich selber zu vereinen,
Um nicht in jedem Nu ein andrer dir zu scheinen;
Kein Spiegel und kein Wachs, darein sich wechselnd drückt
Dies Bild und jenes, das verunziert oder schmückt;
In der Vorstellungen, in der Eindrücke Schwanken
Zu fühlen einen Kern feststehender Gedanken;
Daß du derselbe heut, in andrer Form verborgen,
Bist, der du gestern warst, und der du seyn wirst morgen.