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1788–1866

7.

Friedrich Rückert

Zu einem Manne, dem sein Kind gestorben war, An dem mit Trost umsonst sich mühte Freundeschaar, Sprach einer so zuletzt: Ein König hatte, laut Glaubwürd'ger Kunde, zur Verwahrung anvertraut

Ein Kleinod einem Mann, und ihm für alle Stunden Aufmerksamkeit darauf die strengste eingebunden; Daß es verdorben ihm nicht werde noch beschädigt, Bis der Verantwortung die Rückgab' ihn erledigt.

Da hatte vor Verlust, vor Schaden und Gefahren Er Sorgen Tag und Nacht das Kleinod zu bewahren. Und als der Eigner kam, und fordert' es zurück, Gab er mit Freuden es und hielt es für ein Glück.

So bist gewesen du auch eines Kindes Hüter, Des theuersten von Gott uns anvertrauter Güter. Und daß du unversehrt das Gut nun gabst zurück, Halt es für Unglück nicht, hältst du's auch nicht für Glück.

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