Bezähme deinen Zorn, und lasse dem die Rache,
Der besser als du selbst kann führen deine Sache.
Der strenge König, der nie ein Vergehn vergeben,
Erhielt, weil eines er vergab, dadurch sein Leben.
Du fragst, wie dieses war? ich will es dir berichten,
Wie mir es kund gethan wahrhaftige Geschichten.
Der König auf der Jagd in kühnem Uebermuth
Schwelgt in der Thiere jetzt wie sonst in Menschenblut.
Auf einmal, wie er steht im stolzen Jägerchor,
Fliegt her ein Unglückspfeil und streift sein linkes Ohr.
Wie wird der rasche Grimm des Königs jetzt entlodern,
Und sein vergoßnes Blut wie blut'ge Rache fodern!
Allein es ist alsob der Pfeil ihm hab' ins Ohr
Ein leises Wort gesagt, das seinen Grimm beschwor.