Nicht auf die eigne, nur auf seines Schiffes Noth
Und Wohlfart ist bedacht der wachsame Pilot.
Sich selbst vergisset er, nur seines Schiffes denkend,
Das stets gefärdete durch Klipp' und Woge lenkend.
Zur Tiefe blicket er und schauet nach den Sternen,
Nicht Gottes Schöpfermacht, nur seine Fahrt zu lernen;
Merkt auf der Wolken Zug, lauscht auf der Lüfte Flug,
Ob Stille komm' ob Sturm, ob Fördrung ob Verzug.
Entgegensteuernde begrüßt er nur im Eilen,
Daß sie ihm Wegkundschaft und Neuigkeit ertheilen.
Und legt er an, so thut ers nicht, vom angenehmen
Gestad gelockt, er thuts um Wasser einzunehmen;
Und ist zufrieden, wenn er endlich müd' und matt
Das Lebensziel erreicht im Todeshaven hat,
Der ängstliche Pilot, der Geist im lecken Schiff
Des Leibes, seiner Mühn und Sorgen Inbegriff:
Beglückt, wenn sorgenfrei er einst durch Aetherferne
Ein unzerbrechlich Schiff lenkt, wie ihr Geist die Sterne!
Beglückt die Unschuld auch, die hier sanft schlummernd ruht
Im Nachen, den ein Schwan zieht spielend durch die Flut!