Der Neid verzehrt sich selbst, sollt' er nichts andres können;
Die rechte Misgunst ist, sich selbst nichts Gutes gönnen.
Drei Neider sind in Streit, wer könn' am besten neiden,
Und ihre Streitigkeit sollt' also sich entscheiden.
Der eine sprach: Vernehmt, wie weit mein Neiden gehe:
Ich gönn' es keinem, daß im Traum ihm Gut's geschehe.
Der andre sprach: Du bist noch gar zu schwach ein Ritter;
Ich gönn' es keinem, daß ihm Gutes dank' ein Dritter.
Der dritte sprach: Ihr seid allbeide viel zu gut;
Ich gönn' es keinem, daß er selbst mir Gutes thut.