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1788–1866

34.

Friedrich Rückert

Wofür belohnt ihr mich? Was hab' ich öffentlich, Besondres was gethan für dich, und dich, und dich? Die Welt belohnt sonst nur die Dienste der Partei, Die Dienste des Bedarfs, des Nutzens mancherlei.

Doch solches Dienstes frei und ledig ist das Schöne; Darum verlang' es nicht, daß ird'scher Lohn es kröne. Der stille Beifall soll, die Theilnahm', ihm genügen; Ihr aber wollt dazu ein glänzend Zeichen fügen.

Das was kein König thut, habt ihr zu thun den Muth, Mit Ausdruck innren Werths zu stempeln äußres Gut. Das ist ein höhrer Sinn, ein reicherer Gewinn, Und stolz empfind' ich mich, wie schön belohnt ich bin.

Des Dichters Selbstgefühl soll das zu Thaten treiben, Um würdig, wie ihr ihn befunden habt, zu bleiben.

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