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1788–1866

33.

Friedrich Rückert

Verrede nicht, zu thun, was du dir vorgenommen Zu lassen! Uebernacht kann es dir anders kommen. Und auch zu lassen das verrede nicht, was du Zu thun dir vorgesetzt; viel ändert oft ein Nu.

Schwach ist das Menschenkind, ein Rohr bewegt vom Wind; O tadle nicht, daß du bist wie die andern sind. Nur wo gebeut die Pflicht, und wo sie widerspricht, Da thut und unterläßt ein Mann, und ändert nicht.

Doch vieles kann geschehn und kann auch unterbleiben, In solchem darfst du dich von außen lassen treiben.

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33. · Friedrich Rückert · Poetry Cove