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1788–1866

33.

Friedrich Rückert

Was deine Seele denkt, was dein Gemüt empfindet, Wenn nun das rechte Wort dazu die Sprache findet; Wie schwankend ist das Wort, wie schillerig vieldeutig, Und eben dadurch auch wie reich und vielausbeutig!

Das allereinfachste, in welchem nur Ein Sinn Liegen zu können scheint, vielfachster liegt darinn. Das merkest du zumeist, wenn du dir zum Ergetzen In deine Sprache willst aus fremder übersetzen.

Da spürst du erst des Meers Untief' und Klipp' und Riff, Worüber leichthin sonst geht dein Gedankenschiff. Ja alles findest du, die Qual ist höchst ergetzlich, Jemehr du es verstehst, jeminder übersetzlich.

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