In unsers Herren Haus viel Knechte sind geschaart,
Und jeder dient dem Herrn auf seine eigne Art.
Der Herr läßt jeden gern auf seine Weise dienen,
Und weiß allein, wer ihm der liebste sei von ihnen.
Der eine dienet ihm, weil es sein Vater that,
Ein hausgeborner Knecht, ohn' eignen Sinn und Rath.
Der andre dienet ihm, weil einem Herren dienen
Er eben will, und der ein guter Herr geschienen.
Ein andrer lief vom Dienst, und ist dann wieder kommen,
In Gnaden hat der Herr ihn wieder aufgenommen.
Ein andrer ist zu faul um aus dem Dienst zu laufen;
Der gute Herr läßt ihn mitlaufen unterm Haufen.
Der eine dient dem Herrn mit Eifer vorm Gesicht,
Und hinter'm Rücken träg', als säh' der Herr da nicht.
Der eine trägt ein Bild des Herrn vor seiner Brust,
Stets eingedenk des Herrn zu seyn und dienstbewust.
Er hat das Bild von Holz nach seiner Kunst geschnitzt,
Und fühlt sich gläubig stolz, daß er die Gunst besitzt.