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1827

23.

Friedrich Rückert

Aus Felsen springt der Quell, und Freiheit will ihm ahnen, Das Schicksal reißt ihn schnell auf ungewählte Bahnen. Er möchte dort hinab, doch er muß da hinunter; Er schlingt und schlängelt sich und spielt mit Kieseln munter.

Er sammelt sich zum See, doch seine Lust ist kurz; Er muß aus weichem Bett zum jähen Wassersturz. Da meint er zu versprühn, doch kurz ist auch die Qual, Er schnaufet aus und fließt, ein stiller Fluß, im Thal.

O Wandersmann am Quell, so wechselt Leid und Glück; Das Leben rinnet schnell und kehret nie zurück.

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