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1788–1866

102.

Friedrich Rückert

Was du solang erhofft, wann es nun endlich kam, Wie schnell ist es vorbei, und ewig bleibt der Gram, Daß es nie wieder kommt, weil's da nun einmal war; Doch sterbend läßt es dir ein Kind, das es gebar:

Ein neues Hoffen, das zu seiner Zeit gebiert Ein neues wieder und sein Leben dran verliert. Das sind die Hoffnungen, verloren wie geboren, Durch die uns unvermerkt das Leben geht verloren.

Das sind die Hoffnungen, geboren wie verloren, Durch die das Menschenherz ist immer neugeboren.

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102. · Friedrich Rückert · Poetry Cove