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1827

10.

Friedrich Rückert

Welch eine Sprach' ist schön, welch eine Sprach' ist reich? Verschieden an Getön, im Sinn sind alle gleich. Nicht dief' und jene Sprach' entzückt, erfreuet mich; Was mich erfreut, entzückt, das ist die Sprach' an sich:

Daß eine Sprach' es gibt, die, was du fühlst und denkest, Dir deutlich macht, je mehr du dich in sie versenkest; Daß eine Sprach' es gibt, kraft deren du verkündest Der Welt geheimen Sinn, so weit du sie ergründest:

Drum ist die schönste Sprach' und beste, die du nennst, Die Muttersprache, weil du sie am besten kennst.

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