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1827

1.

Friedrich Rückert

Nun aber will ich sehn, ob man mit Armen Der Poesie kann in die Wolken reichen Und niederholen aus des Lichtes Reichen Trostschätze für ein Herz, das will verarmen;

Sehn will ich, ob Begeist'rung mit den warmen Gluthauchen kann des Grabes Thür erweichen, Daß lebensfrisch daraus hervorgehn Leichen, Die eingesargt der Tod hat ohn' Erbarmen;

Sehn, ob aus Liebesrosen, Trauernesseln Noch Kränze flechten können die Kamönen, Damit ein fliehend Schattenbild zu fesseln; Ob man erbauen kann aus Zaubertönen

Ein Demantschloß, darin auf Saphirfesseln Sitz' engelgleich die Schönste aller Schönen.

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