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1761

An seinen Arzt

Karl Wilhelm Ramler

Mein Arzt, mein Freund, o! lass mich ihn entsiegeln, Den Hochheims edle Kelter zwang, Und jenen, alt als ich, der einst auf Tarzals Hügeln Die Morgensonne trank!

Dass ich diess thrazisch kalte Fieber höhne, Das um mein Eingeweide schleicht, Und hohe säkularische Päanen töne: Denn Friederich erreicht

Heut seiner Jahre Mittag, den Phalangen Europens nicht, auch nicht der Wut Der Horden Asiens bezwinglich, noch den Schlangen Der Eumenidenbrut;

Und trunkne Jubel jauchze, dass von allen Feindinnen nur Theresia Noch trotzen darf; dass Tanaquil jüngsthin gefallen, Und nun Kleopatra.

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