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1725–1798

An seinen Arzt.

Karl Wilhelm Ramler

Mein Arzt, mein Freund, o! lass mich ihn entsiegeln, Den Hochheims edle Kelter zwang, Und jenen, alt als ich, der einst auf Tar- Die Morgensonne trank!

Dass ich diess thrazisch kalte Fieber Das um mein Eingeweide schleicht, (denn Heut seiner Jahre Mittag, den Phalangen

Europens nicht, auch nicht der Wut Der Horden Asiens bezwinglich, noch den Der Eumenidenbrut;) Und trunkne Jubel jauchze, dass von

Feindinnen nur Theresia Noch trotzen darf; dass Tanaquil jüngsthin Und nun Kleopatra.

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