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1818

XLVI

Aleksander Sergeevič Puškin

Wer lebt und urteilt, lernt beizeiten, Wie tief verächtlich Menschen sind; Wer fühlt, dem muß es Schmerz bereiten, Wie schnell des Lebens Wahn zerrinnt.

Er kann nun all den Zauber missen, Verzehrt sich in Gewissensbissen Und spürt der Reue dumpfe Pein ... Dergleichen spendet insgeheim

Der Unterhaltung reiche Würze. Erst quälte mich Onegins Ton; Doch ich gewöhnte bald mich schon An seine blendend scharfe Kürze,

Den spöttisch überlegnen Stil, Das fein geschliffne Redespiel.

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XLVI · Aleksander Sergeevič Puškin · Poetry Cove