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1796–1835

XxXVI.

August von Platen

Ein krausgelocktes Haar, Und eines Feuerauges dunkler Blitz, Und ach, zum Lächeln stets bereit, Der Rede holder Sitz,

Ein süßer Mund voll schöner Sinnlichkeit! Da wähnt' ich noch, als wäre der Besitz Das einz'ge Gut auf diesem Lebensgang, Und nach ihm rang

Mein junger Sinn und mein bethörter Witz. Da sah ich bald im Wandel der Gestalt Vor mir die Jugend alt, Und jede schön geschwung'ne Form verschwand;

Und ach, wonach ich griff in Hast, Entfloh dem Unverstand, Und nie Besess'nes wurde mir zur Last: Bis ich zulezt, nicht ohne Schmerz, empfand,

Daß alles Schöne, was der Welt gehört, Sich selbst zerstört, Und nicht erträgt die rohe Menschenhand. So ward ich ruhiger und kalt zulezt,

Und gerne möcht' ich jezt Die Welt, wie außer ihr, von ferne schau'n: Erlitten hat das bange Herz Begier und Furcht und Grau'n,

Erlitten hat es seinen Theil von Schmerz, Und in das Leben sezt es kein Vertrau'n; Ihm werde die gewaltige Natur Zum Mittel nur,

Aus eigner Kraft sich eine Welt zu bau'n.

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