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1796–1835

XxXI . Irrender Ritter .

August von Platen

Durch Geheg und Au', Plötzlich ihm zur Seite Wandelt schöne Frau. Keusch in Flor gehüllet

War sie, doch es hing Flasche wohl gefüllet Ihr am Gürtelring. Ritter sah es blinken,

Lüstern machte Wein, Sagte: Laß mich trinken! Doch sie sagte: Nein! Grimmig schaute Ritter,

Der es nicht ertrug: Frau verhöhnt er bitter, Raubet schönen Krug. Als er den geleeret

Fühlt er sich so krank; Ach, für Wein bescheeret Ward ihm Liebestrank. Nun durchschweift er Gründe,

Felder, Berge wild, Klaget alte Sünde, Suchet Frauenbild. Stimme läßt er schallen,

Holt es nirgend ein: Waldes Nachtigallen Hören Ritters Pein.

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