Und kann mich nicht von dir, Venedig, trennen:
Hör' ich Fusina, hör' ich Mestre nennen,
So scheint ein Frost mir durch die Brust zu schleichen.
Stets mehr empfind' ich dich als ohne Gleichen,
Seit mir's gelingt, dich mehr und mehr zu kennen:
Im Tiefsten fühl' ich meine Seele brennen,
Die Großes sieht und Großes will erreichen.
Welch eine Fülle wohnt von Kraft und Milde
Sogar im Marmor hier, im spröden, kalten,
Und in so manchem tiefgefühlten Bilde!
Doch um noch mehr zu fesseln mich, zu halten,
So mischt sich unter jene Kunstgebilde
Die schönste Blüthe lebender Gestalten.