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1796–1835

XxIII. Gesang der Todten.

August von Platen

Beneiden wir so sehr, Du gehst von Luft umwoben, Du hauchst im Aethermeer. Wir sind zu Staub verwandelt

In dumpfer Grüfte Schoos: O selig, wer noch wandelt, Wie preisen wir sein Loos! Vom Sonnenstrahl umschwärmet,

Ergehst du dich im Licht, Doch was die Flächen wärmet, Die Tiefe wärmt es nicht. Dir flimmert gleich Gestirnen

Der Blumen bunter Glanz, An unsern nackten Stirnen Klebt ein verstäubter Kranz. Wir horchen, ach! wir lauschen,

Wo nie ein Schall sich regt, Dir klingt der Quell, es rauschen Die Blätter sturmbewegt. Vom Hügel aus die Lande

Vergnügt beschaust du dir, Doch unter seinem Sande, Du Guter, schlafen wir.

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