Skip to content
1796–1835

XlVIll.

August von Platen

Mit edler Stirn, mit Augen voll von Treue, An Jahren jung und reizend wie das Neue, So fand ich dich, so fand ich meine Sorgen. O wär' ich schon an deiner Brust geborgen,

Wo ich mich sammle, wenn ich mich zerstreue! O wäre schon bezwungen diese Scheue, Die unsern Bund vertagt von heut auf morgen! Was fliehst du mich? Vermagst du mich zu hassen?

Was quälst du so durch deiner Huld Verschweigung Den Liebevollen, der sich fühlt verlassen? Beym ersten Zeichen deiner künft'gen Neigung Wird eine bange Wonne mich erfassen,

Wie einen Fürsten bey der Thronbesteigung.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
XlVIll. · August von Platen · Poetry Cove