Skip to content
1796–1835

XlIII.

August von Platen

Vermag zum Geist der Geist, indem er denket; Wenn meine Seele sich in dich versenket, So mein' ich, müßt' es dir im Ohre klingen. Besäße nicht der Gott der Liebe Schwingen,

Er hätte nie zum Himmel sie gelenket, Und wenn dein Herz er mir im Traume schenket, Von wem als dir vermag er mir's zu bringen? Wenn du mich liebst, so will ich gern ertragen,

Dir fern zu seyn, weil ich zu gut verstehe, Was unsre Seelen ohne Laut sich klagen. Allein so lang' ich noch in Zweifel stehe, Und gerne möchte deine Blicke fragen,

Acht' ich Entfernung als das größte Wehe.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
XlIII. · August von Platen · Poetry Cove