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1796–1835

XlII.

August von Platen

Ich mich betrogen weiß und hintergangen, Du füllst mein Herz mit brennendem Verlangen, Und meinen Gaumen an mit Bitterkeiten. Was nur dem Feinde mag der Feind bereiten,

Hab' ich von dir als Freundeslohn empfangen, Ich aber lasse deinen Namen prangen, Und überlief're dich dem Lob der Zeiten. Bey diesem Thau, der mir im Auge flimmert,

Noch geb' ich deine Liebe nicht verloren, Wie sehr dein Herz sich gegen mich verschlimmert! Dich hat zum Spiegel sich der Lenz erkoren, Die Jugend lacht auf deiner Stirn und schimmert

Wie ein Gemisch von Sonnen und Auroren!

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XlII. · August von Platen · Poetry Cove