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1796–1835

ViII.

August von Platen

Schimmer sich vom See verlor, Steigen mir Gedächtnißbilder Aus der Wellen Nacht empor: Malen mir des Kahnes Schwanken

Den gefurchten Pfad entlang, Als die Morgenlüfte tranken Zauberischen Liederklang. Malen mir, von Berges Kuppe

Schweifend den ergözten Sinn, Und die ländlichschöne Gruppe Um den Heerd der Sennerin. Malen mir die Felsgehege,

Wo die Alpenrose hangt, Welche nicht durch Menschenpflege In des Thales Gärten prangt. Nächtlich fühl' ich jezt ein Bangen,

Wann der See gehoben wallt, Jene Tage sind vergangen, Jene Stimmen sind verhallt. Frost'ge Nebel steigen, welche

Berg und Kuppe trüb' umziehn, Und die rothen Alpenkelche Werden mit dem Sommer fliehn. Bald, verjagt von Sturm und Flocken

Zieht die Hirtin froh in's Thal, Und es tönt der Hall der Glocken Von der Höh' zum lezten Mal.

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