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1796–1835

Venedig . XIX .

August von Platen

Als aus der Flut Palladio's Tempel stiegen, An deren Staffeln sich die Wellen schmiegen, Die uns getragen ohne Falsch und Tücke. Wir landen an, wir danken es dem Glücke,

Und die Lagune scheint zurück zu fliegen, Der Dogen alte Säulengänge liegen Vor uns gigantisch mit der Seufzerbrücke. Venedigs Löwen, sonst Venedigs Wonne,

Mit ehrnen Flügeln sehen wir ihn ragen Auf seiner kolossalischen Colonne. Ich steig' an's Land, nicht ohne Furcht und Zagen, Da glänzt der Markusplatz im Licht der Sonne:

Soll ich ihn wirklich zu betreten wagen?

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