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1796–1835

Li .

August von Platen

Gebeut mir stets, daß ich das Höchste preise: D'rum rühmt' ich Künstler, Fürsten, Frau'n und Weise, Dem Zuge folgend eines großen Hanges. Dich nenn' ich nun die Seele dieses Dranges,

Den sonn'gen Gipfel meiner Lebensreise, Den Mittelpunkt, um den ich lobend kreise, Bestrickt vom Schwindel des Planetenganges. Doch wenn vor Liebe deine Worte beben,

O so verleihst du, Freund! mir mehr in diesen, Als meiner Kunst beschieden ist zu geben. Zwar hat auch dir die Welt sich hold erwiesen; Denn schöner stirbt ein Solcher, den im Leben

Ein unvergänglicher Gesang gepriesen.

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Li . · August von Platen · Poetry Cove